Biblio24 – Südtirols Online Bibliothek. Bereitschaftsdienst. Bericht über die Epidemie

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Inhalt:

"Bereitschaftsdienst. Bericht über die Epidemie", von Hans Erich Nossack Hans Erich Nossack entwirft in dem 1973 erschienen Roman ein düsteres Szenario einer weltweiten Pandemie. Nossack lässt einen Durchschnittsmenschen, der als Mitglied des Bereitschaftsdienstes die Toten bergen muß, die zurückliegende mysteriöse Pandemie rekonstruieren, protokollieren und reflektieren. Nüchtern und sachlich beschreibt der Erzähler, der von Beruf Chemiker ist, die Epidemie, die auch vor eigener Frau und Kindern nicht haltmacht. Der Stoizismus und die Genauigkeit, mit der Nossacks Erzähler den Verlauf der Epidemie beschreibt und ins Philosophieren über deren Ursachen gerät, machen den großen Reiz des Buches aus und stellen ihn in eine Reihe mit großen Epidemie-Romanen wie Camus "Die Pest". Die dabei eingenommene Haltung der inneren Distanz zu den Ereignissen empfiehlt den Roman darüber hinaus als eine aktuelle Bewältigungsstrategie zu den unmittelbaren Erlebnissen der Covid-19-Pandemie. Der Schauspieler und Sprecher Helmut Zhuber verleiht in seiner eindringlichen und sensiblen Lesung den Beobachtungen und Gedankengängen Nossacks aus aktuellem Anlass Gestalt, sodass man die Gegenwart, in der das Buch gelesen wurde, förmlich spüren kann. Helmut Zhuber spielte an großen deutschsprachigen Theatern wie Staatliche Schauspielbühnen Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Thalia Theater Hamburg, Staatsschauspiel Dresden, Münchner Vokstheater - um nur einige zu nennen. Zur Zeit arbeitet er als freier Schauspieler für Funk und Fernsehen und ist Professor für Schauspiel am Thomas-Bernhard-Institut der Universität Mozarteum in Salzburg. Die Hörgalerie, Oktober 2020 Ein Hörbuch nach einer Buchvorlage von: Hans Erich Nossack: Bereitschaftsdienst. Bericht über die Epidemie © Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1973 Alle Rechte bei und vorbehalten durch Suhrkamp Verlag Berlin

Autor(en) Information:

Hans Erich Nossack ( 1901 - 1977 ) Studium in Jena. Arbeitete als Fabrikarbeiter und als kaufmännischer Angestellter in einer Kaffeefirma. Ab 1956 freier Schriftsteller. 1961 Georg-Büchner-Preis. 1973 Aufnahme in den Orden "Pour le Merite". Nossack trat erst als Lyriker und Dramatiker später jedoch vor allem als Prosaautor in Erscheinung. Weitere wichtige Werke: "Interview mit dem Tode", "Spätestens im November", "Der jüngere Bruder", "Der Fall d Arthez", "Dem unbekannten Sieger" Nossack wurde als " der größte deutsche Erzähler des Phantastischen seit Kafka" bezeichnet.

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